Archive for Juli, 2011

Neusatz als Faksimiledruck

9. Juli 2011

In meinem letzten Blogbeitrag schrieb ich u.a. von Faksimiles. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, eine etwas weniger häufige Variante vorzustellen: „type-facsimiles“, also den zeilengenauen Neusatz eines Werkes in einer dem Original möglichst nahekommenden Type.
    Als Beispiel möge Shelley: „Alastor“ in der Erstausgabe und drei späteren Drucken dienen.
    Bitte beachten Sie die minimalen Unterschiede in den Zeilenlängen der Verse.

Shelley: Alastor. Erstdruck, 1816.

Shelley: Alastor. Erstdruck, 1816.

Shelley: Alastor. Dobell, 1885.

Shelley: Alastor. Dobell, 1885.

Shelley: Alastor. Dobell / Shelley Society, 1886.

Shelley: Alastor. Dobell / Shelley Society, 1886.

Kein Faksimiledruck:

Shelley: Alastor. Forman, 1876.

Shelley: Alastor. Forman, 1876.

Bibliographische Information:

Shelley, Percy Bysshe: Alastor; or, the Spirit of Solitude: and Other Poems. London: Printed for Baldwin, Cradock, and Joy, and Carpenter and Son: By S. Hamilton, Weybridge, 1816. Small octavo. ca. 165 x 102 mm. vi, [1], [1 blank], 101, [3 blank] pp. Printed on wove paper with the watermark “J Whatman”.

Shelley, Percy Bysshe – Dobell, Bertram (editor): Alastor; or, the Spirit of Solitude: and Other Poems. A Facsimile Reprint of the Original Edition First Published in 1816. London: Chiswick Press for Reeves and Turner and R. Dobell, 1885. Octavo. ca. 174 x 107 mm. viii pp. [Prefatory Note] – Facsimile: vi, [1], [1 blank], 101, [1 blank], [1], [1 blank] pp. One of 50 copies printed on Whatman’s Hand-made (wove) Paper of a total edition of 404 copies.

Shelley, Percy Bysshe – Dobell, Bertram (editor): Alastor; or, the Spirit of Solitude: and Other Poems. A Facsimile Reprint of the Original Edition First Published in 1816. London: Chiswick Press for Reeves and Turner and R. Dobell, 1885. [On upper cover: 1886]. Octavo. ca. 173 x 108 mm. viii pp. [Prefatory Note] – Facsimile: vi, [1], [1 blank], 101, [1 blank], [1], [1 blank] pp. One of 350 copies printed on toned paper of a total edition of 404 copies. Some copies were purchased by the Shelley Society from Bertram Dobell, and were put up in the Society’s covers and distributed to the members.

Shelley, Percy Bysshe – Forman, Harry Buxton (editor): Alastor; or the Spirit of Solitude, &c. Edited, with notes, by H. Buxton Forman, and printed for private distribution. MDCCCLXXVI. London: Privately Printed, 1876. Octavo. ca. 225 x 141 mm. 62, [2 blank] pp. One of 25 copies printed on handmade paper “J. Whatman 1876”, of a total edition of 80 copies.

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Der Antiquar im Zeitalter seiner Digitalisierung

6. Juli 2011

Original v/s Faksimile, Nachdruck und E-Buch
E-Bücher, Scans und PDFs sind keine Faksimiles, denn sie bemühen sich nicht um genaue Nachgestaltung der Vorlage. Ein ideales Faksimile wäre ein Duplikat, das in seiner äußeren Erscheinung dem Urbild beinah gleichkäme, wenn sich auch die dahinter versteckten Materialien unterschieden.
    Die nachschöpfende Produktion ist bestrebt, sich anzunähern: Papier, das wie Pergament ausschaut und sich ähnlich anfühlt, Lichtdruck oder kleinrasteriger Offsetdruck, der den Tintenverlauf der Handschrift wiedergibt, Goldprägung, die in Glanz und Höhung echtem Gold nahekommt, Druck-Farben, die den mineralischen oder organischen Bestandteilen der Miniaturmalereien und Initialen im Anschein gleichen.
    Mithin ist ein Faksimile ein Stellvertreter, der das seiner Seltenheit bis Einmaligkeit wegen schwer zugängliche Original für weite Kreise von Benutzern und Liebhabern zu ersetzen versucht. Es ist sich seiner Grenzen bewußt, seine Hersteller wissen, daß die Annäherung nicht asymptotisch verläuft, sondern gezwungenermaßen in materialgegebener Distanz verweilt.
    Während das Faksimile neben dem Sehsinn auf seine unzureichende Art versucht, andere anzusprechen, begnügen sich der Scan und das zweidimensionale E-Buch mit einem: auf dem Bildschirm des Computers oder Lesegerätes sind Schriftzeichen und vielleicht Malereien zu sehen. Ihre Farben, ihre Kontraste, ihre Größen hängen ab von den beim jeweiligen Benutzer vorhandenen Geräten sowie deren spezifischen Einstellungen. Dem kann nur mittels mitgelieferter Farbbalken und Zollstöcke entgegengewirkt werden, doch werden die meisten Bildschirme nie kalibriert, man wird kaum die Bildschirmgröße nach dem Faksimile, das grad über ihn flimmert, erwerben (was zumal bei größeren Folianten recht interessant wäre!).
    Also wird das Original nicht nur seiner Eigentümlichkeit, sondern gleichfalls seiner Stofflichkeit enthoben, dadurch der Umfang provozierter Sinnenreize auf weniges – und vielleicht, soweit es das Auge betrifft, noch nicht mal dem Original Ähnliches – verringert, und, schlimmer noch, allen anderen Bildschirminhalten gleichgestellt. Damit reduziert es sich auf seinen textlich-semantischen Inhalt – seine Typographie wie seine bildhaften Botschaften geraten zu Annäherungen, die ebensogut fehlgehen können, da der Endpunkt des Übermittelungsprozesses, anders als beim Faksimile, nicht in der Macht der Herstellenden liegt: hier kann kein Drucker gescholten werden, weil Purpur wenig nach Purpur aussieht, sondern nach Signalrot – au contraire, es fällt kaum auf, weil der vergleichend prüfende Blick auf dem Übertragungsweg abhanden gekommen ist.
    Andererseits können bei genügend hoher Bildauflösung Details gezeigt werden, die dem normalen Blick ohne Hilfsmittel wie Lupen, Mikroskope und dergleichen verschlossen blieben.
    Um es deutlich zu machen: das digitalisierte Original einer Handschrift und das digitalisierte Lichtdruckfaksimile derselben wären auf dem Bildschirm nur bei sehr hoher Auflösung unterscheidbar. Die minimale Erhöhung der Farbe des Kupferstiches, die größere der Miniaturmalereien, der Eindruck des Buchdruckes, die Narbung des Leders ebenso wie die Vertiefungen der Goldprägung werden der Bildschirmnivellierung unterzogen.
    Der Nachdruck hingegen gebiert aus Büchern wieder Bücher, und er hat zum einen als Raubdruck gute Tradition seit dem 16. Jahrhundert, als die Aldinen jenseits des von Venedig gewährten, auf seinen Machtbreich beschränkten Privilegs neu gesetzt von einem anderem Verleger in den Handel gebracht wurden, zum anderen ist er, dann legitim, Mittel, Vergriffenes wieder zugänglich zu machen. Sind Qualität des (Offset-)Druckes wie des Papiers gewährleistet, ist wenig dagegen zu sagen: immer noch hat der Leser ein Buch vor sich, daß er aufschlagen kann, in das er sein Lesezeichen legen und in dem er annotieren darf.
    Nun steht zu befürchten, daß in Zeiten knapper öffentlicher Kassen die Bibliotheken ihre Benutzer mehr und mehr auf Online-Zugriffe beschränken, die Öffnungszeiten reduzieren, gar wertvolle Stücke kaum mehr werden vorlegen wollen außer in den berüchtigten monumentalen Ausstellungen, die Publikum, gleich welches, von überallher anlocken sollen, die Existenzberechtigung des Museums wie irgendeiner von Werbeberatern imaginierten Kultur an sich zu beweisen.
    Digitalisate wie E-Bücher bedeuten also einen Verlust – gerade für jenen Menschen, der noch in einem Umfeld, das alle seine Sinne anspricht, lebt. Andere werden diesen Verlust weniger als solchen empfinden; eine immer näher kommende Generation (s.u.) vielleicht garnicht mehr.
    Nicht allein dies, auch die einem herkömmlichen Buch immanenten Hinweise auf seinen Entstehungsprozeß wie Buchdruck, Bütten- oder Maschinenpapier, Bindemethode, Art des Leinens, Leders, Pergamentes oder der Pappe, die bereits durch das Eintreten des Zeitalters maschineller Reproduzierbarkeit weniger geworden sind, da massenhaft gefertigte Materialien und Photosatz verwendet werden, während zuvor von den fachmännischen Händen des Setzers, Drucker und Buchbinders gearbeitet wurde, gehen beim Digitalisat gegen Null. Gerade jedoch diese aus der Genese eines menschlichen Produktes rührenden Beiläufigkeiten machen die ihm eigene ‚Menschlichkeit’ aus: es wird dadurch für uns begreiflich, kann zeitlich und handwerklich eingeordnet werden und ‚Meta’-Informationen liefern, die einen Kontext aufbauen, in dem wir uns zuhause fühlen.

Fachbücher
Ich lese → bei einem Kollegen: „Es steht zu erwarten, dass sich die Zahl der digital zugänglichen Bücher in den nächsten Jahren weiter erhöhen wird. Damit hat die Handbibliothek des Antiquars sowohl als exklusives Arbeitsinstrument wie auch als Wertanlage weitgehend ausgedient.“ Das ist betrüblich, als Argumentation wie als Perspektive. Die Handbibliothek eines Antiquars lebt aus ihrer Benutzung: aus den Spuren, die meine Vorgänger, Vorbenutzer, denn einige der Werke sind älteren Datums, wie ich selbst darin hinterlassen: als Hinweise, als Korrekturen, als Annotationen. Erst ein bearbeitetes Nachschlagewerk ist ein wirkliches.
    Der gewöhnliche Antiquar besaß im Gegensatz zu einem Auktionshaus, das mehr Platz für die Handbibliothek hat, die großen Nachschlagewerke wie ADB, NUC, Pauli/Wissowa etc. kaum und benutzte sie in einer nahegelegenen Bibliothek. Durch das Internetz kann er sich die meisten dieser Wege ersparen. Neue, meist auch ältere Bibliographien jedoch finden sich nicht im Netz, teils aus urheberrechtlichen Gründen, teils weil es nicht lohnt. Anderes ist inkomplett, so findet man statt der vier Bände eines Auktionkataloges z.B. nur den dritten als Bild-PDF und meint dann vielleicht, dies sei alles Erschienene. Das könnte sich, Interesse an entlegenen Gebieten und kritische Stimmen, die ihren Bedarf geltend machen, vorausgesetzt, ändern, doch bleibt die Tatsache, daß der Antiquar heute noch der Bücher in seiner Handbibliothek bedarf.
    Ich nehme an, Ähnliches gilt für seine Kunden, die auf der Suche nach Sachbüchern sind.
    Anders gesagt: ich verkaufe antiquarische Bücher nicht, weil sie so alt sind, sondern weil sie Geschichte haben, weil sie Geschichten und Wissen in sich bergen: als solche ihrer Vorbesitzer. Der Antiquar, dessen Handbibliothek abhängig von den Elektrizitätswerken, der Breitbandverbindung in die virtuelle Welt, oder nur von der heimischen Festplatte existierte – wie sollte er seinen Kunden den Wert antiquarischer Bücher vermitteln, schlechtes Vorbild der Achtlosigkeit gegenüber seiner immer noch stofflichen Ware, das er bietet?

Folgen für den antiquarischen Markt
Krankte der deutsche Nachkriegsmarkt, teils ausgeglichen durch den erhöhten Bedarf öffentlicher Institutionen, eh an der durch Flucht und Ermordung kleiner gewordenen Bildungsschicht, folglich an weniger verbreitetem, täglichem Umgang mit gedrucktem, gemaltem sowie selbstmusiziertem Kulturgut, wie es in den gutbürgerlichen Kreisen zuvor üblich gewesen war, so wird der früher selbstverständliche Ansatz, aktiv mit Tradition wie der eigenen Kultur umzugehen und sich als fortführender Teil ihrer zu verstehen, noch weiter zurückgehen.
    Kultur ist in meinem Verstehen nicht allein intellektuelles Auseinandersetzen mit Inhalten, sondern eine Ganzheit, die als solche verstanden, auf allen ihren Ebenen den an ihr Teilhabenden Bedeutung rückerstattet.
    Begrenzt auf semantische Qualität – ohne die Stofflichkeit des Marmors oder Papiers – geht nicht allein der Rest verloren, sondern Kultur selbst reduziert sich und entsagt ihrer früheren, lebensbegleitenden Fülle. Kultur ist nicht nur Kopfgeburt, sondern ebenso Werk der Hände, gleich ob sie ein Buch heften oder die Tasten eines Instrumentes anschlagen.
    Auch heißt leichterer Zugang zu allem und jedem mittels digitalisierter Abbilder noch lange nicht, daß mehr Verstehen entsteht, sondern ein anderes, wenn überhaupt, das sich auf Teile des Ganzen, wie oben angedeutet, beschränkt: mit den Digitalisaten und E-Büchern kann kein persönlicher Umgang entstehen, schalte ich den Computer oder das Lesegerät aus, sind sie entschwunden – im Gegensatz zum Ölbild oder gedruckten Buch, das ohne mein Zutun sichtbar und greifbar weiterexistiert, auch wenn es im Regal oder in der Vitrine ruht, und in seiner dreidimensionalen Form Hinweise auf seine Schöpfer gibt.
    Und schließlich wird wohl gelten, daß alles, was in digitalisierter Form vorliegt, irgendwann, auf irgendeine Weise zum Freiwild gerät, da seine Immaterialität einem geldlichen Gegenwert widerspricht. So wie die Musikstücke auf MP3-Format geschrumpft die Festplatten füllen, so werden die – ungelesenen – Texte weitere CDs, DVDs, Speichersticks und Festplatten besetzen, allein des Sammelns wegen. Diese Vervielfältigung kann nur zu Wertverlust führen, nicht allein der Geldeswert ist gemeint, sondern gleichfalls der geistige.
    Zuletzt seien die Bestrebungen, alles einfacher und allgemeinverdaulicher zu machen, sozusagen auf dem volkspädagogischen Niveau, erwähnt, die der überkommenen Vorstellung von Bildung zuwider laufen. Kultur ist pyramidenförmig, aber ohne die Spitze fehlt ihr – gewagte, aber korrekte Metapher – die Basis.

Möglichkeiten
Neben dem Gebrauchsbuch, dessen Nutzen sich vorerst im Lesen unterwegs, im Bett. am Strand oder dergleichen erhalten wird, einfach weil die Menschen es so gewohnt sind und die jüngeren, denen es noch nicht Usus geworden ist, die eventuell den Bildschirm vorzögen, in den nächsten Jahren keine so große Marktmacht in diesem Sektor darstellen werden – neben diesem wird es weiterhin das antiquarische und künstlerische Buch geben, das fortan in die Nähe von Antiquitäten, Luxus und gehobener Kultur rückt, dessen Käuferkreis sich also dementsprechend verkleinern wird, da der zu seiner Rezeption notwendige Bildungsgrad höchstwahrscheinlich noch weniger als jetzt wird vorausgesetzt werden können.
    Immer fraglicher wird, inwieweit künftige, seit ihrer → Schulzeit an E-Bücher gewöhnte Benutzer imstande sein werden, sich dem gebundenen Buch zuzuwenden, ob es für sie nicht ein obsoletes Ding darstellt, dem nur noch eignet, fossiliengleich in Ausstellungen und Museen bewundert zu werden.
    Auf diese Entwicklung werden sich die Antiquare einstellen müssen. Das bedeutet schichtenspezifisch agieren und werben, die Gebrauchsbücher auf andere Weise und für eine andere Kundengruppe präsentieren als die antiquarischen. Antiquare müßten sich eingestehen, für eine Elite zu arbeiten.

Beschluß
Wie es bereits Nietzsche und vor ihm andere bemerkt haben: unsere Größe beruht darin, daß wir auf den Schultern Anderer, Größerer, unserer Ahnen nämlich, stehen. Nur der Massenmensch verleugnet seine ihm aus der Vergangenheit zustehende Größe und beschränkt sich darauf, gleichgroß zu sein wie die neben ihm Stehenden. Darin ähnelt er der maschinellen Produktion.
    Und doch dürfen wir das Bild nicht so verstehen, wie es vor uns steht, denn es setzt das Hochklettern auf die Schultern voraus – und dies ist eine Anstrengung, die in der Gegenwart geleistet werden muß.
    Antiquarischer Handel mit Digitalisaten wie E-Büchern erscheint mir unmöglich: es fehlt ihnen die sie rar machende Stofflichkeit, das Handwerkliche sowieso – was sie dafür im Übermaß besitzen ist Vervielfältigungsmöglichkeit, gleich ob als verlegerisch angebotenes Exemplar, als Gratisgabe oder als Raubkopie. Was ein gedrucktes Buch in seinem Hand-, meinetwegen auch Verlagseinband auszeichnet, nämlich daß es selbst mit all den Spuren von Handwerk, Herstellung, verflossener Zeit wie seiner Vorbesitzer, wegen all dieser Spuren, einzigartig ist, dies kann dem Digitalen nicht zugebilligt werden. Selbst die nach x Jahren, wenn wir zu Staub zerfallen sind, gezogene n-te Kopie ist mit dem Original identisch. Marginalien werden in einer separaten Datei abgespeichert und sind nur die Überbleibsel von Kratzern auf dem Bildschirm oder Tippsern auf einer Tastatur.
    Auch wird es keinen Meta-Antiquar geben, der mit Informationen über das von ihm angehäufte Gut wird handeln können, denn er stünde in Konkurrenz zu Bibliothekaren, Wissenschaftlern, allen, die mehr Kenntnisse als er besitzen, denn er ist selten genügend allumfassend gebildet. Zum anderen ist dies Wissen, einmal in eine digitalisierte Sphäre entlassen, Freiwild.
    Doch nichts spricht gegen das Benutzen des Internetzes, der E-Post, des elektronischen Kataloges für die Zwecke des antiquarischen Handels. Das dort präsentierte Buch will gerade nicht als Surrogat des realen stehen, sondern Beschreibung und Bild verstehen sich als Hinweiszeichen, so wie im gedruckten Katalog, der ebenfalls nicht bestrebt ist, die in ihm dargebotenen Objekte zu ersetzen, sondern sie anzupreisen, auf daß ein Kunde sie in seine Hände nehme.
    Auch könnten reale Messen durch virtuelle ergänzt werden, zum einen als Vor- bzw. Nachbereitung, zum anderen als ständige Ausstellung, die sich mehr als die vorhandenen Datenbanken des Bildlichen unseres Angebotes widmet.
    Die Buchkunst selbst ist jedoch nur durch ihre Kunstobjekte zu rezipieren und zu begreifen: Der Stofflichkeit seiner Handelsobjekte läßt sich der Antiquar nicht entkleiden, eher seines Ruhmes, falls der ihn je verfolgt haben sollte, eher seiner Berufsgrundlagen.