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Umsonst ist nicht umsonst

16. Februar 2012

Es ist immer wieder bemerkenswert, wie wenig ‚normale’ Menschen von Wirtschaft, Geld und Handel verstehen, Themen, die in der Schule pfleglichst übergangen werden, denn, falls doch unterrichtet und sogar verstanden, könnten die erwachsenen Bürger mündig werden und über staatliche Mißwirtschaft und Schuldenstand nachdenken.
    Doch zurück zu unserer kleinen Perspektive als Altbuchhändler. Ich möchte mich heute nicht mit dem Ankauf von Anbietern beschäftigen, die der Meinung sind, der auf einer Plattform ermittelte oder ergooglete Preis müsse genau das sein, was sie davontragen – obwohl viele dieser Ansicht zu sein scheinen: niemand lebt von Luft allein.
    Ich kam auf dies Thema, weil ich vorhin die Werbung einer internationalen Plattform las: „Warum Porto zahlen, wenn es auch ohne geht?“ Ja, warum? Ganz im Ernst; glauben Sie solchen Unfug? Der Händler, jeder Händler bezahlt Einkommenssteuer, führt die MwSt ab, bezahlt die Miete, das Recyling seiner Verpackungen, bezahlt die Paketmarke oder Briefmarke, die Noppen, die Papphüllen, selbst die Bücher, der er versendet, hat er irgendwann bezahlt, wie den Computer, die Regale etc etc. Ergo: das Porto ist in jedem Fall eingerechnet, gleich ob es getrennt ausgewiesen wird oder im Gesamtpreis enthalten ist.
    Optisch sieht es besser aus: Porto 0 €. Sinnvoll ist es, weil es dem Käufer die Entscheidung einfacher macht: es ist der Preis, wie er dort steht, zu begleichen, Nebenkosten, MwSt sind enthalten. Aber sparen tut der Käufer so nicht.
    Und um zugleich mit einem anderen Vorurteil aufzuräumen: billig muß es sein, immer das günstigste Angebot nehmen. Nein, das beste Exemplar des gesuchten Buches, jenes, das Ihnen, werter Sammler die größtmögliche Freude bereiten wird.
 

    REM. Dasselbe gilt, im Großen, für die Wahlgeschenke: sie zahlt der Steuerzahler, direkt nach der Wahl per Steuern oder später über die Staatsschulden; es gilt für alle Gratisangebote, Rabattmarken und was dergleichen mehr ist: man zahlt dafür.

Passivrauchen, Passivtrinken, Passivlesen

9. August 2010

Nachdem die Raucher die ihnen hilflos ausgelieferten Passivraucher lange genug sadistisch mittels Rauchwölkchen aus Zigaretten, Zigarren, Pfeifen und was der Hilfswerkzeuge ihrer Verbrechen mehr sind, gequält haben und sich an den Qualen ihrer Opfer weideten, und nachdem sich dank der aufopferungsvollen Tätigkeit der → WHO nun allerorten Rauchverbote abzeichnen, denen sich nur einige uneinsichtige Indianerstämme, ihrer Rauchzeichen wegen, verweigern, denn die Friedenspfeifen sind seit langem begraben, nachdem also auf dieser Welt, die sich zwangläufig zur schönsten aller möglichen entwickeln wird, dank der weisen Führer überall, werden sich selbige, Führungspersönlichkeiten nämlich, ungewählterweise den nächsten Problemen zuwenden: dem Passivtrinken und dem Passivlesen.
    Was bedeutet dies, Passivtrinken? Stellen sie sich vor, sie sitzen in einer Bar, wollen nur ihren Milchshake fröhlich trinken, und neben ihnen bestellt sich jemand einen Single Malt. Sie spüren, wie ihnen das Wasser im Munde zusammenläuft. Wie lange ist es her, daß sie dem Teufel Alkohol abgeschworen haben, öffentlich und unter Zeugen oder privat im stillen Kämmerlein? Sie wollen nicht rückfällig werden, aber ihre Leber zieht sich bereits erwartungsvoll zusammen, sie spüren den ersten Tropfen auf der Zunge – doch es ist nur die Milch. Entsetzt stellen sie das Glas ab und flüchten aus der Bar. Um solche Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden, wird zuallererst das Trinken von Alkohol in jeglicher Form, und seien es nur gefüllte Pralinen, sonntäglicher Kirchenbesuch oder Klosterfrau, verboten. Schade um die alten Damen beiderlei Geschlechtes, die sich nur so in ihrer Sucht zu helfen wußten, sie müssen nun darben. Sodann werden neben den Rauchmeldern in jeder Wohnung auch Alkoholmelder montiert, die imstande sind, kleinste Mengen Äthanol in der Raumluft zu erkennen und Alarm auszulösen. Dem Übel der Trunksucht wird Einhalt geboten werden, die Volksgesundheit wird in unermeßlichen, unausdenkbaren Dimensionen zunehmen.
    Was aber bedeutet dies, Passivlesen? Stellen sie sich vor, sie steigen nichts Böses ahnend in ein öffentliches Verkehrsmittel, setzen sich und möchten die schöne Aussicht auf andere Autos, geflickten Asphalt, überfettete Mitbürger etc genießen – und neben ihnen nimmt jemand ein Buch aus seiner Tasche, öffnet es und liest darin. Was wäre dann ihre erste Reaktion? Ja, selbstverständlich, sie fühlten sich von ihrem eigentlichen Zeitvertreib abgelenkt und interessierten sich für den Titel des Buches, guckten also mehr oder weniger unauffällig in die Richtung des Buches. Ihr Nachbar nimmt natürlich nichts wahr, er ist absorbiert vom Lesen. Sie fühlten sich zurückgesetzt, benachteiligt, und versuchten nun, einzelne Wörter des Textes zu erhaschen – doch wie unglücklich ist das Buch gehalten, sie können noch so sehr starren, sie können nicht mitlesen. Nun verspüren sie den Drang, ebenfalls das nächste Mal ein Buch einzustecken, damit sie etwas zu lesen haben. Merken sie? So leicht kann eine Sucht ausbrechen, so schnell vermag ein ordentliches Mitglied der Gesellschaft sich hemmungslos Süchten hinzugeben. Dies muß unterbunden werden. Das Lesen in der Öffentlichkeit wird auf Empfehlung der WHO untersagt werden. Bibliotheken sind nur noch mit Ausnahmegenehmigungen zu betreten, desgleichen Bücherläden, Antiquariate, Flohmärkte, auf denen mit Büchern gehandelt wird. Selbstverständlich wird es auch eine zweite Stufe geben, in der das Lesen auch in Privaträumen untersagt sein wird, Kameras installiert werden zur Überwachung des Verbotes. Aber bis dahin sind es leider noch ein paar Jahre.
 

PS.
„Jeder, der mit einiger Fantasie begabt, soll, wie es in irgend einem Lebensklugheitschweren Buche geschrieben steht, an einer Verrücktheit leiden, die immer steigt und schwindet, wie Ebbe und Flut. Die Zeit der letzteren, wenn immer höher und stärker die Wellen daher brausen, ist die einbrechende Nacht, so wie die Morgenstunden gleich nach dem Erwachen, bei der Tasse Kaffee, für den höchsten Punkt der Ebbe gelten. Daher gibt jenes Buch auch den vernünftigen Rat, diese Zeit als den Moment der herrlichsten klärsten Nüchternheit zu benutzen, zu den wichtigsten Angelegenheiten des Lebens. Nur des Morgens soll man z. B. sich verheiraten, tadelnde Rezensionen lesen, testieren, den Bedienten prügeln u.s.w.“
ETA Hoffmann: „Prinzessin Brambilla“, Kapitel V.

Gesetze?

8. Mai 2010

Artikel 125 des Vertrages über die Arbeitsweisen der Union (AEUV):
“Why speak of rigid, unbreakable laws? Our modern laws are elastic and open to interpretation according to … circumstances.”
Ayn Rand: “Atlas Shrugged”, p. 581.

Kulturflachrate

3. August 2009

JA!
Natürlich wird sie kommen, die Kulturflachrate, dann kann, richtig schön verwaltet, die Kultur endlich so flach werden, wie sie schon immer in der Vision unserer Politiker sein sollte, oder: so wie Politiker grad imstande sind, Kultur zu sehen, flach wie den Flachbildschirm eines Fernsehers, so flach wie die Altenprogramme von ARD und ZDF, da wo man in der ersten Reihe schnarchen kann.
Endlich kein Unterschied mehr zwischen dem Sachbuch „Wie pflege ich meine Katze tot?“ und dem bösen Roman „Berlin Alexanderplatz“, außer selbstverständlich der Nummer, unter der sie jeweils verwaltet werden, der Registratur sind sie gleich.
„Sehr geehrte Kulturkonsumenten und Kulturverbraucher, laden sie gegen geringes monatliches Kulturflachratenscherflein herab auf ihr Niveau, was ihnen gefällt.“
Und die Verursacher dieser Kultur werden nach Abzug aller Verwaltungskosten korrekt nach Anzahl der Niveauversenkungen, sprich Downloads entlohnt werden. Endlich wird der Katzenbuchautor reich. Naja, fast. Was soll’s, Döblin ist eh schon lange tot, was will der noch mit Geld? Und die guten Autoren unserer, der Jetzt-Zeit, die werden wohl den Weg aller Intelligenten gehen und auswandern. Exilanten sind von den Ausschüttungen der Kulturflachratenverwaltung selbstverständlich ausgeschlossen. (Daran hätte ein gewisses Reich reiche Freude gehabt, keine unschönen Verbrennungen der Finger beim Ins-Feuer-Werfen unliebsamer Bücher, sondern statt dessen: „Delete“-Taste drücken – verhungere doch, du ungeliebter Autor!)

Natürlich wird sie kommen, die Kulturflachrate, weil das so schön sozial, meine sozialistisch klingt: Kultur für alle, denn alle bezahlen für sie. Gleich, ob sie, diese imaginär-statistische Bürgermasse, imstande ist, Kultur zu rezipieren (dazu gehörten nämlich Bildung, Erfahrung, Einfühlungsvermögen, eine gewisse Bereitschaft für das Unbekannte, das Ungehörte, das Unerhörte, das Wagnis), also gleich, ob irgendwer von Kultur belästigt sein will oder nicht, alle werden für sie blechen so wie für das ungesehene Fernsehen der öffentlich-rechtlichen Anstalten – und Ansprüche erheben aufgrund dieses ihres Zwangsbeitrages: „Könnten sie diesen Schluß vielleicht etwas netter gestalten, Herr Mann?“ (Natürlich weiß der Kulturbereicherte nicht, daß das Erfüllen dieses Wunsches nur mit einigem spiritistischen Tischwackeln vonstatten gehen könnte, wie auch, in der Schule gibt es deutsche Literatur nur noch in abgespeckten Auszügen, ad usum dummi.)

Natürlich wird sie kommen, die Kulturflachrate, weil sie so viele nette Pöstchen schaffen wird: in der Verwaltung des Eintreibens von möglichst allen, ob sie denn berappen wollen oder nicht, bis zur Verwaltung des Verteilens nach geheimnisvollen Schlüsseln. Pöstchen für Politiker, die keine mehr sein wollen oder können, oder wenigstens so anständig sind, keine Landesbank mittels Unwissenheit mehr belästigen zu wollen, Pöstchen für öffentlich-rechtliche oder sogar beamtete Wichtigtuer, die endlich die Kultur wie eine Sozialkasse behandeln dürfen: Ah, sie möchten Kultur? Haben sie auch ihre Kulturkassenbeiträge entrichtet?
Eine halbe Million neue Arbeitsplätze soll nach Herrn SPD-Steinmeier in der Kreativwirtschaft entstehen. Denn so viele braucht die Kulturflachverwaltung, denn hinter jedem Dichter, Schriftsteller, Filmer, Maler, Photographen, Redakteur soll doch ein persönlicher Ansprechpartner, ein Verwalter, stehen, der ihm pfleglich sagt, was opportun ist, denn die Kultur will gepflegt werden.

UND:
Wir müssen das weiterdenken: eine Kulturflachrate schreit nach zentraler Verwaltung der Kulturserver, auf denen jene für das geistige Weiterbestehen des deutschen Volkes und seiner Sprache, soweit sie noch gesprochen wird, notwendigen Kulturdokumente abgelegt sind. Eigeninitiative ist verdächtig, konspirativ, subversiv, freimaurerisch oder alles zusammen; auf nicht-staatlichen Servern abgelegte Kultur ist von Vergütungen durch die Kulturflachrate auszuschließen: wer soll das kontrollieren, wer kann sicher sein, echte Kultur dort zu finden, wie kann es echte Kultur ohne das staatliche Kulturgutsiegel denn überhaupt geben?
Selbstverständlich herrschen dort auf den staatlichen Kulturflachratenservern Gleichheit wie Gleichberechtigung, erwähntes Katzenbuch darf dort ebenso hausen und abgerufen werden wie Döblin oder Mann. Vor der Kulturflachrate sind alle gleich, keiner gleicher, außer sie werden gleicher gemacht. Denn anstößige Passagen müssen mindestens ein achteckiges Warnschild erhalten, das gedrückt die Benutzerdaten an Frau von der N.N. liefert – besser noch: die S-tellen und alles, was sonst noch vom grad modischen ‚Mainstream’ abweicht, werden gleich à la Amazonien entfernt.
Au, wird das fein, wenn Hunderte überforderter Kulturwächter die Literatur durchgehen, immer vor Augen, wem diese Passage ein Dorn im Auge sein könnte. Ich bin gespannt, was übrigbleibt – aber wer liest denn noch.

Der Staat braucht (mal wieder) Geld

25. Juni 2009

Die „Bild“-Zeitung berichtet heute, in der CDU/CSU werde eine Anhebung des bisherigen ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben auf neunzehn Prozent diskutiert. Neben Lebensmitteln gilt der ermäßigte Satz nicht nur für Schnittblumen, wie in allen Veröffentlichungen erwähnt zu werden pflegt, sondern auch für Bücher, alte wie neue. Erwogen werde auch ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von achtzehn Prozent.
Nach den üblichen Milchmädchenrechnungen ergäben sich daraus Mehreinnahmen von vierzehn bzw. sieben Milliarden Euro.

Es ist jedem einleuchtend, daß soviele Schulden, wie sie aufgenommen wurden und in den nächsten Jahren werden sollen, nicht spurlos an unserer Gesellschaft vorübergehen werden.
In der kurzfristigen Politiker-Betrachtungsweise hat eine Diskussion über Mehrwertsteuererhöhungen zudem den Vorteil, daß Käufe vorgezogen werden, um noch den alten Satz zu nützen, also kurz vor der Wahl die Konjunktur sich kurzzeitig belebt, weshalb dann wahltaktisch auf Erfolge verwiesen werden kann, die man garnicht erzielt hat.

Daneben folgt es – ebenso einleuchtend – einer leicht abgewandelten Leninschen Devise: zwei Schritte vor und einen zurück. Meint: am Ende sind alle Bürger fast froh, wenn der ermäßigte Satz bei fünfzehn Prozent landet und nur der normale auf die EU-üblichen (sic!) fünfundzwanzig Prozent klettert.

Also sind all die Dementis, die uns grad von aufgeschreckten Politikhühnern um die Ohren fliegen, das übliche Vorwahl-Geheuchel; der Wahl folgen werden die Sachzwänge, bislang unentdeckte, sprich absichtlich übersehene, Finanzierungslöcher und was dergleichen Ausreden mehr sind. Erhöht werden muß – nur die Druckerpresse allein wird nicht reichen, irgendwann würde durch ihr Rotieren die Inflationsgefahr allzusehr wachsen und man sich damit unbeliebt machen.

Bezieht man noch ein, daß die Löhne der außenwirtschaftlichen Situation wegen nicht genug steigen werden, all die Preissteigerungen bei Lebensnotwendigem auszugleichen, bleibt jedem ein Verlust im Geldbeutel.
Lebensmittel müssen gekauft werden, die Händler werden die Erhöhung nicht vollständig weiterreichen können, also die Lieferanten erpressen.
Gleiches ist für die Frischbuchbranche vorauszusehen: Amazon und die großen Ketten werden mit ihrer Marktmacht die Verlage zu Zugeständnissen zwingen können, die kleinen Buchhändler nicht.

Für den antiquarischen Markt heißt es, daß die Privatanbieter mal wieder den Vorteil haben, gleich wieviele Tausende von Gebrauchtbüchern sie anbieten: solange sie nicht erwischt werden, ist ihnen die Mehrwertsteuer egal.
Die anderen, die professionellen Anbieter von Massenware, werden ihre Preise kaum erhöhen können, zumal nicht bei Amazon oder auf den großen Plattformen, dafür bleibt der Konkurrenzdruck zu groß.
Der antiquarische Buchmarkt, der eh bereits an EU-weit unterschiedlichen Steuersätzen leidet, GB und Irland z.B. null Prozent, wird noch unterschiedlicher kalkulieren müssen.
Eine Erhöhung, gleich wie arg sie ausfallen wird, kann nicht gänzlich aufgeschlagen werden, selbst bei Einzelstücken nicht, bei einem Konjunktureinbruch sowieso nicht.

Was bleibt?
Für die Kunden: lieber heute als morgen kaufen, besser werden die Zeiten nicht, das Geld eher knapper und die guten Bücher teurer, weil der Staat ein Scheibchen mehr davon einsacken möchte.
Für die Händler: demnächst noch knapper kalkulieren, Ankäufe länger überlegen, durchzuhalten versuchen.

Netzsperren

18. Juni 2009

Die Große Netz- und Denksperren-Koalition will und wird heute ihr Gesetz durchbringen.

Ralf Dahrendorf: „Wer die Freiheit einzuschränken beginnt, hat sie aufgegeben und verloren“

Dazu einige Kommentare:
Datenschützer Peter Schaar im Spiegel: → „Da wurde mit sehr heißer Nadel gestrickt“
Chris Vigelius in Eigentümlich Frei: → „Internet: Die bizarre Welt der großen Zensurkoalition“
Twister (Bettina Winsemann) in Telepolis: → „Unwissend und stolz darauf“
Thorsten Schäfer-Gümbel: → Offener Brief an die Parteispitze der SPD

Die Liste aktueller Kritik an diesem Gesetz wird verlängert, Vorschläge bitte direkt an mich oder als Kommentar.

Selbstverständlichkeiten

4. Juni 2009

Vor Tagen fiel mir ein Hinweis auf einer Seite auf: „Gesetzliches Rückgaberecht“. Jups, das haben alle Verbraucher, das ist selbstverständlich.
Als zweites nagte irgendein Zweifel in meinem Restdenkvermögen, ob man denn Selbstverständlichkeiten so herausstellen dürfe.

Zum Glück hat mir heute ein fleißiger, wissender Kollege auf die Sprünge geholfen: es gibt eine EU-Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken im binnenmarktinternen Geschäftsverkehr (…, folgt beamtenlanger Titel), darin einen Anhang eins, der explizit nennt, was zu vermeiden ist: „10. Den Verbrauchern gesetzlich zugestandene Rechte werden als Besonderheit des Angebots des Gewerbetreibenden
präsentiert.“

Man findet es auch auf der Seite → „Verbraucherschutz im Internet“

Gut, daß die EU (fast) alles regelt.

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